Die Modulklammerung – Empört euch!

Oder: Wie die Universitätsleitung mit dem durch eine Urabstimmung legitimierten Willen der Studierendenschaft verfährt.

Über ein Jahr ist es bereits her, dass engagierte Studierende verschiedener Fachbereiche eine Urabstimmung ins Leben gerufen haben, in der die Studierenden dazu aufgerufen waren, über eine neue Regelung für ihr Studium abzustimmen. Konkret ging es um einen neuen Paragraphen 31 der allgemeinen Bestimmungen für gestufte und modularisierte Studiengänge, der es allen Studierenden ermöglichen sollte, 1/3 ihrer Module am Ende des Studiums auszuklammern. Der neue Paragraph war dazu gedacht, übermäßigen Prüfungs- und Leistungsdruck für Studierende einzudämmen und ihnen einen verbesserten Zugang zum immer restriktiver werdenden Master zu geben. Nachdem die Urabstimmung erfolgreich war, weil sich über 70% der Studierenden für den neuen Paragraphen aussprachen, wurde dieser als Entwurf in den Senat zur Abstimmung gegeben und dort von den Mitgliedern und der Universitätsleitung abgeschmettert.

Da die Studierenden sich jedoch in der Verantwortung sahen, den Willen der Studierendenschaft nicht einfach zu ignorieren, wurde der Entwurf während des gesamten Jahres, über alle möglichen universitären Gremienwege hin und her verwiesen, inhaltlich überarbeitet und letztendlich als juristisch einwandfreie Regelung, von den Studierenden in das Gremium der Senatskommission Studiengänge eingebracht.

Das Verfahren zog sich bis zur Dezembersitzung der oben genannten Kommission, in der die Mitglieder (bestehend aus der Vizepräsidentin, den Studiendekan_innen aller Fachbereiche und vier studentischen Vertreter_innen) dazu aufgerufen waren über den Entwurf abzustimmen.

Schon nach kurzer Diskussion wurde klar, dass die Vizepräsidentin und die Studiendekan_innen nicht für den neuen Paragraphen stimmen würden, denn sie bekundeten allesamt ihren Unwillen zur Umsetzung mit der Begründung, dass die neue Regelung für die einzelnen Fachbereiche Arbeit bedeute, die laut Protokoll „unzumutbar“ sei.

Ein eindeutigeres politisches Statement, das den Unwillen für die Umsetzung einer neuen studierendenfreundlichen Regelung betrifft, hätten die zuständigen Akteur_innen kaum verlauten lassen können.

Du möchtest das ebenso wenig einfach so hinnehmen wie wir? Dann empöre dich und unterstütze uns dabei, die Forderung nach einer Modulklammerung aufrechtzuerhalten.

Alle Infos und Möglichkeiten zum „empören“ findest du unter: www.modularisiert.de

Für Fragen und Anregungen schicke einfach eine E-Mail an:
studium-lehre@asta-giessen.de

Modularisiert

Filmabend „Persepolis“

Am 03.02.2012 zeigen das queer-feministische Frauenreferat und das Schwulen-Trans*-Queer-Referat den Film „Persepolis“.
Ab 19 Uhr beginnt der Filmabend im Gartenhaus.
Wegbeschreibung unter „Kontakt“.

Filmvorführung in Marburg „LUDWIG II.“

Wir möchten auf eine Filmvorführung am kommenden Donnerstag im Rahmen der Queer-Filmreihe hinweisen:
Die einzigartige unverstümmelte Filmfassung LUDWIG II. wird um 19 Uhr im CAPITOL-Center Marburg gezeigt!
Helmut Berger spielt unter der Regie seines Lebenspartners Luchino Visconti den schwulen bayerischen König.

Do, 02.02.
19 Uhr!!!, CAPITOL-Center Marburg
LUDWIG II.
BRD/ Frankreich/ Italien 1972
Regie: Luchino Visconti
Laufzeit 247 Min. (zwei Pausen)

Viscontis Meisterwerk schildert bildgewaltig das Schicksal des schwulen
‚Märchenkönigs‘ Ludwig II. (1845 – 1886), der mit nur 19 Jahren den
bayerischen Thron besteigt. Helmut Berger stellt den exzentrischen König als
sensiblen, angsterfüllten Menschen dar, der sich im Errichten visionärer
Bauten verwirklicht und einen einsamen Tod im Starnberger See erleidet.
Nach Erscheinen des Films, fielen die homoerotischen Szenen – nach heftigen
Protesten Bayerns – der Schere zum Opfer. Zum ersten Mal wird in Marburg eine
Filmfassung im Sinne Viscontis gezeigt!

Und auch folgende Filmvorführung könnte interessant für euch sein:
Do, 09.02.
20 Uhr, CAPITOL-Center Marburg
FtF: Female to Femme
Doku, USA 2006
Regie: Kami Chisholm und Elizabeth Stark
(engl. Original-Fassung)
in Zusammenarbeit mit dem feministischen Archiv Marburg,
www.fem-archiv-marburg.de

Mit Filmeinführung und Abschlussdiskussion

Female to Femme ist eine farbenfrohe, witzige und bewegende Dokumentation,
welche einige erstaunliche Femmes vorstellt, einschließlich der_m
Schauspieler_in/Schriftsteller_in Guinevere Turner, den Rock Stars Leslie Mah
(Tribe8) und Bitch (Bitch&Animal), Professor_innen, Aktivist_innen,
Künstler_innen und Tänzer_innen.
FtF parodiert und kostümiert, ganz im Sinne von Femmes: Eine Kreation kecker,
beeindruckender Impressionen von Menschen und ihrem zentralen Beitrag zur
Gender-Revolution.

Veranstalter_innen: HoKuWi, Tuntonia e.V., in Kooperation mit CAPITOL-Center
Marburg.

Trans*-Tagung Gießen (2)

Gestern Abend ging der Antrag mit Kostenplan zur Durchführung der Trans*-Tagung ins Studierendenparlament. Bei der Abstimmung wurde der Antrag einstimmig angenommen. Formal steht der ersten Trans*-Tagung in Gießen also nichts mehr im Wege. Wir freuen uns!

Hochschwulwahlen an der Uni Gießen 2012 (4)

Die Hochschulwahlen an der JLU Gießen sind für das Jahr 2012 vorbei.
Nach „inoffiziellen“ Angaben der Gießener Piraten lag die Wahlbeteiligung bei nur 16 %. Somit hat die Wahlbeteiligung von 2011 zu 2012 um fast 1/3 abgenommen (2011 lag die Wahlbeteiligung bei 23%).
Von den 9 angetretenen Listen sind alle Listen im Studierendenparlament vertreten. Die neue Burschenschafts-/Verbindungs-Liste „Projekt Zukunft!“ erhielt 3 Sitze und auch „Die Demokratie“ bekam auf Anhieb 2 Sitze.

Die Piraten twitterten folgende Sitzverteilung:

UniGrün 11 (+2)
Jusos 5 (-1)
UnsereUni. 4 (-2)
StudentenUNION (RCDS) 3 (+1)
Projekt Zukunft 3, (+3)
Die Demokratie 2 (+2)
Demokratische Linke 1 (+/- 0)
Linke.SDS 1 (+/- 0)
Liberale HSG 1 (-1)


(Klicken zum Vergrößern)

Endgültige und offizielle Angaben wird es in den nächsten Tagen auf der offiziellen Webseite des Wahlausschusses geben. Deshalb: Alle Angaben ohne Gewähr. :D



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